anlässlich der Gemeindevisitation 2012:

Gemeindeleitungsbericht der Gesamtkirchengemeinde Waldbach-Dimbach-Dekanat Weinsberg 2012
Teil 2 / zu Teil 1

Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterschaft

Angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Außer den hauptberuflichen Erzieherinnen arbeiten in der Gemeinde noch Pfarramtssekretärin, Mesnerinnen, Kirchenpflegerin und Reinigungskräfte. PE-Gespräche finden statt, Fortbildungen werden in Anspruch genommen, in Dienstbesprechungen werden die Aufgaben geplant und nachbesprochen.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Gewinnung:

In unseren beiden Dorfgemeinden gibt es noch viele Menschen, die sich aufgrund ihrer familiären Prägung der Kirchengemeinde verbunden fühlen und auch bereit sind, Aufgaben zu übernehmen. Große Chancen bestehen darin, Menschen gezielt persönlich je nach Fähigkeiten für einzelne spezielle Aufgaben anzusprechen (Renovierungsarbeiten, Erstellen einer Homepage, Filmen einer Kirchenführung...) bzw. für zeitlich befristete Projekte zu gewinnen, manchmal wurde dann aus der einen spezifischen Aufgabe eine kontinuierlichere Mitarbeit. Regelmäßige Aufgaben (Jungschar, Mitwirkung im Kirchenchor) finden schwerer Mitar-beiterInnen. Manche MitarbeiterInnen konnten aufgrund von Kasualgesprächen gewonnen werden, andere wurden angesprochen, weil sie regelmäßig den Gottesdienst mitfeierten. Gute Er-fahrungen hat die Gemeinde auch mit Aufrufen im Gemeindebrief gemacht.

Einführung und Verabschiedung:

In der Regel wird nur der KGR im Gottesdienst eingeführt, die anderen MitarbeiterInnen werden entweder im Gottesdienst oder im Gemeindebrief vorgestellt und auch verabschiedet.

Formen ehrenamtlicher Mitarbeit: (kontinuierlich, punktuell, projektbezogen)

Grundsätzlich ist es schwierig festzulegen, wer als MitarbeiterIn gilt: Die Frau, die regelmäßig Kuchen für Gemeindefeste spendet? Oder die, die zweimal im Jahr hilft, den Tisch fürs Frauenfrühstück zu decken? Dementsprechend heikel ist deshalb auch die Frage der Einführung, der Verabschiedung (wird jemand vergessen) und der Weihnachtsgeschenke. Kontinuierliche Mitarbeit gibt es bei Gruppen, Kreisen und Chören. Punktuelle und projektbezogene bei Gottesdiensten, Festen, Baumaßnahmen, Instandhaltung von Gebäuden, Spendengewinnungsaktionen, Gemeindebrief... Die Kirchengemeinde freut sich, dass sich so viele verschiedenste Menschen mit ihren jeweiligen Gaben einbringen. Bei einer Perlen-Aktion beim Sommerfest mit Gemeindeforum haben sich 209 Menschen als "MitarbeiterInnen", als "Perlen der Gemeinde", verstanden.

Begleitung, Absprachen und Unterstützung:

In der Regel werden die MitarbeiterInnen durch KirchengemeinderätInnen oder die Pfarrerin begleitet.

Motivation für ehrenamtliche Mitarbeit:

Als Motivation für die Mitarbeit in der Gemeinde sieht der KGR die Sehnsucht nach einem menschlichen Miteinander, nach Ehrlichkeit, nach echter Teamarbeit, nach einem guten Klima in einer lebendigen Gemeinde, nach Sozialkontakten, die bereichern. Viele möchten gerne "ein gutes Werk tun" und ihre Fähigkeiten "für eine gute Sache" einbringen. Der KGR arbeitet sehr gut miteinander zusammen, geht fair miteinander um. Gemeinsam werden sehr viele Aufgaben geschultert. Das hat sicher auch eine "Außenwirkung", sodass Menschen sich gerne dieser Gemeinschaft mit ihren Fähigkeiten anschließen und Kraft aus dieser Gemeinschaft schöpfen, ihren Glauben in dieser Gemeinschaft leben und dadurch Heimat in der Gemeinde finden. Der KGR legt großen Wert darauf, an MitarbeiterInnen Aufgaben zu delegieren und ihnen die Durchführung zuzutrauen. Bestärkung und echte Wertschätzung, sowie positive Rückmeldung sieht der KGR als seine Aufgabe.

Fortbildung:

Fortbildung geschieht durch entsprechende Einrichtungen der Landeskirche bzw. des Bezirks (Schulung von Kinderkirch- oder JungscharmitarbeiterInnen, Fortbildung von Erzieherinnen) oder durch ReferentInnen bzw. die Pfarrerin (für KGR, Besuchsdienst...).
(Petra Schautt)

Pfarramtsbüro:

Der bezahlte Arbeitsumfang der Pfarramtssekretärin von 5 Stunden (verteilt auf 2 Vormittage) in der Woche ist deutlich zu wenig. Die Sekretärin leistet sehr viel ehrenamtliche Arbeit. Die Büroausstattung mit PC, Laptop, Scanner, Kopierer ermöglicht ein gutes Arbeitsklima, gute Büroorganisation. Das Amtszimmer der Pfarrerin ist zugleich Büro der Sekretärin. Dringender Veränderungsbedarf!

Immobilien

Einen Großteil der finanziellen Ressourcen verbraucht die Unterhaltung unserer kirchlichen Gebäude, v.a. die Renovierung und Instandhaltung unserer schönen Kilianskirche. In Dimbach muss der Gemeinderaum im alten Schulhaus, in Waldbach der Gemeinderaum im Pfarrhaus sowie die Pfarrscheuer unterhalten werden.
1995: Pfarrscheuerumbau
1996: Außenrenovierung der Kirche
2004-2006: Innenrenovierung der Kirche und Neugestaltung des Kirchhofs
Dazu kamen: Teeren des Pfarrhofes, Außenanstrich der Pfarrscheuer und Innenanstrich, Stühle, Vorhänge und neuer Boden im Pfarrsaal, Kirchturmspitze und Kirchturm, Boden, Stühle, Vorhänge und Innenanstrich im Schulsaal Dimbach,
2011: Renovierung der Orgel.
2012: Glockenrenovierung
Sowohl beim Pfarrhaus (kirchlich mit staatlicher Baulast) als auch beim "Schulsaal" Dimbach (gehört der Kommune) besteht erhöhter Bedarf an Investitionen zur Renovierung.

Finanzen:

Außerordentlich große Spendenbereitschaft in der Gemeinde (zwischen 30.000 und 60.000 Euro im Jahr, je nach Renovierungsaufgaben bei 1250 Gemeindegliedern). Der freiwillige Gemeindebeitrag wird nur bei Gemeindegliedern erhoben, die 60 Jahre und älter sind. V.a. von dieser Gruppe erhält die Kirchengemeinde große finanzielle Unterstützung: in den letzten Jahren betrug er zwischen 7.000-9.500 Euro. Zahlreiche Fundraisingaktionen. Trotz all der erfolgten Renovierungen ist die Gemeinde schuldenfrei! Geldanlage bei der Geldvermittlungsstelle. (Petra Schautt)

zu Teil 1

Rede von Frau Anette Badtmann, Vorsitzende der LandFrauen Dimbach, anlässlich des Sommerfestes 2012

Liebe Frau Pfarrerin Schautt,
sehr geehrter Herr Dekan,
liebe Gäste,
am heute stattfindenden Sommerfest darf ich ganz kurz über die Kooperation der LandFrauen von Waldbach und Dimbach mit der Kirchengemeinde berichten.
Die Kooperation besteht schon seit vielen Jahren beim Erntedankfest und Erntebittgottesdienst im jährlichen Wechsel zwischen den beiden LandFrauen- Vereinen.
Beim Erntedankfest schmücken die Frauen die Kirche mit Erntegaben und gestalten die Kirche zu verschiedenen Themen wie z.B. Thema "Wasser, Bienen, Getreide," Anschließend laden wir dann die Gemeinde zum gemeinsamen Mittagessen in die Festhalle ein. Natürlich gibt es auch Kaffee und Kuchen.
Der Erntebitt-Gottesdienst findet ebenfalls im jährlichen Wechsel seit 14 Jahren auf verschiedenen Höfen in den Ortschaften statt. Wir gestalten aktiv den Gottesdienst mit und laden dann zu Kaffee und Kuchen ein. Der Erlös geht an die Kirchengemeinde.
Außerdem möchten wir uns ganz herzlich bei der Kirchengemeinde bedanken, dass die Frauen von Waldbach für ihre Vortragsabende die Pfarrscheuer benutzen dürfen und wir Frauen in Dimbach den Saal der Kirchengemeinde. Ganz herzlichen Dank dafür. Außerdem haben Sie, liebe Frau Schautt, schon bei vielen Weihnachtsfeiern der LandFrauen mitgewirkt und dabei zu verschiedenen Themen referiert. Wir sind sehr froh darüber, dass Ihnen die Frauenarbeit sehr am Herzen liegt.
Wir LandFrauen versuchen jedes Jahr das Leitthema unseres Landesverbandes Umzusetzen. Im Moment lautet es "Unsere Nahrung wertgeschätzt- Essen schafft Gemeinsamkeit." Dies können wir heute beim Sommerfest besonders gut umsetzen.
Wir laden Sie deshalb jetzt ein, dem Anspiel der Waldbacher LandFrauen zu unserem Leitthema zuzuhören und wünschen uns allen noch einen schönen Nachmittag und gute Gespräche.
Anette Badtmann, Vorsitzende der LandFrauen Dimbach