Predigt-Reihe-Podcast, die Predigt zum Anhören...


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Predigtreihe 2019 - Irrwege

Die gemeinsame Predigtreihe der Kirchengemeinden Affaltrach, Eschenau und Waldbach - Sechs Gottesdienste, zu einem Thema

oder alternativ nur die Predigt (20 Minuten):
Wie geht das? Innehalten und diese zwei Verse beten, bevor ich weitergehe, wenn ich mich verrannt habe, wenn ich mich am liebsten verstecken möchte, wenn ich mich so schäme. Gott erkennt mich durch und durch, er schaut mich voller Liebe an und hält meine Irrwege mit mir aus. Er hat mir die Freiheit gegeben selbst zu entscheiden, die Richtung meines Lebensweges zu wählen. Und wenn's schiefgeht, hält er zu mir! Und hilft mir, den ewigen Weg zu finden.

oder alternativ nur die Predigt (15 Minuten):
Wir sind in Deutschland - im Schnitt - so reich wie nie. Trotzdem finden wir uns auf dem Glücksindex nur auf Platz 14. Jahrzehntelange Wachstumslogik und Effizienzsteigerung haben materiellen Wohlstand gebracht. Aber zu welchem Preis? Wir wissen Bescheid über den Zustand der Welt, aber es mangelt uns am Willen, diesen Zustand zu verbessern. Wir tun nicht, was wir wissen. Wie der reiche Jüngling bei Jesus...

Die Rede von Greta Thunberg können Sie mit Bild und Untertitel auf Youtube nochmals anhören

oder alternativ nur die Predigt (14 Minuten): Wenn Menschen ihr Leben bilanzieren, stellen sie oft betrübt fest: "Wie schön wäre es gewesen, ich hätte mehr auf mein Herz gehört." Vom Ende her sieht man oft klarer. Man erkennt in der Rückschau, was man versäumt hat. Man entdeckt, da gibt es Träume, die man nicht verwirklicht hat. Manche müssen ver-abschiedet werden, sie können nicht mehr in Erfüllung gehen und manche warten darauf, umgesetzt zu werden. Meinen ungelebten Träumen nachspüren. Dem Wesentlichen mehr Raum in meinem Leben geben.

oder alternativ nur die Predigt (11 Minuten): In den Zeiten von WhatsApp, Facebook, Instagram, ... erleben wir neue, früher ungeahnte Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben. So manches erweist sich aber auch als Irrweg. Kommunikationswege sind oft mit Fettnäpfchen versehen. Als Mittel der bewussten Fehlinformation werden solchen Aufreger genutzt, um Aufmerksamkeit zu erregen und Menschen auf Irrwege zu ziehen. Der Glaube hilft uns, uns bei solchen Aufregern zu orientieren.

PDF 2019 - Irrwege ... Alle Predigten auch zum Nachlesen


Predigtreihe 2018 - Wahrheit


Häufig fürchten wir uns vor der Wahrheit. Wir beschönigen und verharmlosen das, was eigentlich ganz anders gesagt werden müsste. In der Politik genauso wie in den privaten Beziehungen. Die Wahrheit sagen, die Wahrheit leben: das ist nicht ohne Risiko. Aber es würde uns aufatmen lassen. Freiheit wäre der Lohn!

Im Alter, vor wichtigen Entscheidungen, in Krisensituationen fragen wir: Was bin ich wert? Wozu bin ich da? Was ist der Auftrag meines Lebens? Wir wandern durch unsere Lebensgeschichte, wir durchstreifen unser Lebenshaus auf der Suche nach dem, was uns ausmacht. Wir suchen unverstelltes, bleibendes Sein.

Wie müssen wir die Bibel lesen? Hat die Bibel doch recht? Ist die Bibel als Gottes Wort vom Himmel gefallen, oder ist sie inspiriertes Menschenwort. Wie können wir Gottes Wort erkennen? Wie dürfen wir die "steilen" Sätze verstehen? (Wie) hat sich die(?) Wahrheit der Bibel verändert?

Wir sitzen beim Trauergespräch. Die Angehörigen erzählen, je größer die Runde, desto vielstimmiger die Erinnerungen. Plötzlich gerät das Gespräch ins Stocken-"Gell, das mit der ersten Ehe, oder das mit dem Alkohol, dem Jähzorn, der Rechthaberei, dem Krebs... das erwähnen sie nicht beim Lebenslauf, oder?" Und manchmal bleibt das Schwere ein Geheimnis, viele wissen davon, aber die Wahrheit darf nicht gesagt werden bei der Verabschiedung eines Menschen. Wenn aber Güte und Wahrheit mit auf den Friedhof dürfen in Gottes Namen, dann können wir aufatmen.

Am Ende ist das Buch des Lebens aufgeschlage... Werden wir mit unserer Lebensbilanz im Reinen sein? Und was dürfen wir hoffen? Ewige Freude? Oder müssen wir ewige Verdammnis fürchten? Wird Gott gnädig sein? "Wenn unser Herz uns verdammt, ist Gott größer als unser Herz." (1. Joh. 3,20)

in der durch "1000 Kerzen erhellten Kilianskirche", mit zahlreiche Musikbeiträgen und den Krankenhausclowns Heilbronn mit einem Beitrag zur Wahrheitsfindung sowie der Feier des heiligen Abendmahls.

PDF 2018 - Wahrheit ... sechs Gottesdienste zu einem Thema (10.106 KB) - alle Texte zum Nachlesen


Predigtreihe 2017 - Angst

Meine Angst erschreckt mich. Diese Angst lähmt mein Denken und Handeln. Sie reißt mir den Boden unter den Füßen weg. Etwas bemächtigt sich meiner, dass ich nicht im Griff haben kann. Luther nannte dieses den Teufel und warf der Überlieferung nach das Tintenfass danach. Die große Entdeckung des Lebens war, dass Gott uns zuerst liebt, dass wir in der Taufe mit Jesus gleichberechtigte Kinder Gottes geworden sind. "Baptizatus sum" - Ich bin getauft!



Die Gewalt ist es, die mir Angst macht. Gewalt gegen Menschen. Gewalt gegen Fremde und Nahe. Menschen auf der Flucht ertrinken im Mittelmeer, Demonstranten und Polizisten werden geschlagen. Pressefreiheit und Justiz sind in Gefahr. Menschen werden bedroht, weil sie anders glauben, lieben, aussehen. Hatten wir das nicht alles schon einmal? Angst lähmt, lässt wegschauen, macht manipulierbar, ohnmächtig und dann wird man selber gewalttätig. Jesus hat seine Jünger das Vaterunser gelehrt: "Erlöse uns von dem Bösen." Er hat die Angst nicht kleingeredet, nicht ausgeredet, sondern angeschaut: In der Welt habt ihr Angst!

Die Angst als Lebensthema - Angst vor sozialem Abstieg. Vor falscher Ernährung. Angst vor dem Älterwerden. Je besser es uns geht, desto mehr Sorgen machen wir uns. Angst kann zum bestimmenden Lebensthema werden. Jesus sagt in der Bergpredigt: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr?

"Meine Mutter war im Alter dement. Ich bin inzwischen so vergesslich... Hoffentlich werde ich nicht auch dement." Wie viele Menschen haben Angst, nicht mehr selbstbestimmt und in Würde leben zu können. Aber können Gottes geliebte Kinder überhaupt ihre Menschenwürde verlieren? Diagnosen können Lebensfreude beeinträchtigen, auch wenn es noch gar keine Symptome gibt. Wichtig ist es deshalb, im Hier und Jetzt zu leben, jeden geschenkten Tag auszukosten.

Die im Dunkeln sieht man nicht. Nicht gesehen werden mit dem, was mich beschäftigt. Nicht wahrgenommen werden mit meinen Gaben. Immer wieder erleben, ich werde übersehen. Solche Erfahrungen können zutiefst verunsichern, werden als Missachtung erlebt, die das Leben eng machen. Sichtbar werden, gewürdigt werden mit dem, was mich ausmacht, was ich kann, das tut gut, weckt Mut, öffnet weite Räume. Ansehen ist so wichtig für uns. Was tun wir nicht alles dafür, dass andere - auch Gott? uns wahrnehmen, manches ist hilfreich, anderes nicht. er Herr erhebt sein Angesicht auf uns.
PDF 2017 - Angst ... fünf Gottesdienste zu einem Thema (8.277 KB)

Predigtreihe 2016 - Versöhnt!



"Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt."Ps. 8,6
Psalm 8 besingt Gottes gute Schöpfung, den Menschen. Ich bin also in Gottes Augen gut! Ich muss nicht alles besser machen. Vielmehr kann ich den Ehrgeiz entwickeln, das Gute an mir zu sehen und es zu pflegen. Versöhnt mit mir selber, muss ich nicht dauernd voller Selbstzerknirschung auf die eigenen Fehler schauen, sondern kann mein Leben auch mit den eigenen Grenzen bejahen. Versöhnt mit mir selber! Nicht mehr: "Sei perfekt!" "Sei bei allen beliebt!" "Sei in jeder Lage stark!" Sondern: Es ist gut genug! Sogar sehr gut! Denn: "Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut." (1. Mose 1, 31).

Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn... "Lasset uns essen und fröhlich sein!" Lukas 15
"Mir hen koin Kontakt meh!" Abgebrochen der Kontakt zerbrochen die Liebe, die Beziehung liegt auf Eis. Die Tochter, der Sohn, die Mutter, der Vater, die Enkelkinder- sie werden schmerzlich vermisst, oft über Jahre! Aber da ist keine Möglichkeit, die abgrundtiefe Enttäuschung zu überwinden. Was bleibt, ist maximaler Abstand: kein Besuch keine Mail, keine SMS kein Brief, nicht mal eine Postkarte aus dem Urlaub kein Telefonat - nichts! Wie finden wir wieder zueinander? Beziehungsabbruch ist kein Schicksal!
Was können wir tun?

"Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Denn ihr seid alle gleich - ihr seid eins in Jesus Christus." Gal. 3,28
Es scheint so, als nehme die Angst vor den Anderen, vor dem Fremden zu. Staaten ziehen neue Mauern hoch. Nationalistische Parteien gewinnen an Einfluss. Ein Präsidentschaftskandidat macht Abgrenzung zum Programm. Wie ist das mit unseren Erfahrungen von Fremdheit? Was ist das für eine Angst, die Andere in uns auslösen? Verloren gehen? Zu kurz kommen? Sich selbst verlieren? Der christliche Glaube will Fremdheit überwinden, er ist global und universal. Unterschiede treten in den Hintergrund, werden zur bereichernden Buntheit. Das Miteinander der Gegensätze, versöhnte Verschiedenheit tritt in den Vordergrund, weil wir alle unterschiedslos geliebte Geschöpfe Gottes sind. Zu schön um wahr zu sein? Wie kann es möglich werden?

PDF 2016 - Versöhnt ... fünf Gottesdienste zu einem Thema (276 KB)