Mut im Mai

Liebe Gemeindeglieder, liebe Mitmenschen!

 

Hinter uns allen liegt ein Osterfest, das keiner und keine von uns vergessen wird - und das man später in den Geschichtsbüchern vielleicht „historisch“ nennen wird.

In jedem Fall hoffe und wünsche ich von Herzen, dass Sie -trotz aller Merkwürdigkeiten dieser historischen Oster-Zeit 2020- innerlich gestärkt und auch mit vielen schönen Erfahrungen auf die Feiertage zurückblicken und zuversichtlich vorausblicken können.

 

Die Gottesdienstanregungen unserer Jugend-Diakonin Agnes-Sophie von Tils wurden vielfach aufgenommen und damit die Passions- und Ostertage begangen.

Begeisternd war für uns auch, dass viele Menschen – große und kleine – unsere „Oster-Wunder-Tüten“ am Karsamstag abgeholt haben. Mehr als 150 Tüten – wie schön! Manche haben die ausgearbeiteten Gottesdienste zuhause gefeiert. Manche haben die Texte für sich selber gelesen. Hoffentlich wurden viele Blumentöpfe oder Gartenbeete mit den Oster-Wunder-Samen eingesät. Wir freuen uns auf Fotos, wie es bei Ihnen zuhause blüht!

      

Osterzeit. „Fürchtet euch nicht“, sagte der  Engel zu den Frauen am leeren Grab. Jesus ist auferstanden. Er ist nicht hier. Jesus ist nicht bei den Toten geblieben. Er ist lebendig und weckt Lebendigkeit. Das neue Leben wahrnehmen! Den Blick von der Trauer weg auf Hoffnungszeichen hin ausrichten. Mut sammeln.

Auch heute kann ich den Engel hören: Hab‘ Mut. Vertraue beherzt. Das Beängstigende, das Wacklige, das Unfertige… Lass es gut sein. Brich auf ins Leben! Lass Dich ermutigen! Nur für heute. Mehr braucht es nicht.

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Mitmenschen!

Es gibt eine Zeit, Mut zu sammeln, die Osterzeit ist eine wichtige Zeit dafür. Und es gibt eine Zeit, Mut zu teilen. Jetzt ist Zeit dafür! Füreinander werden wir zu „Mutspender*innen“:

Es ist ganz einfach! Jeden Tag entstehen MUT-Postkarten, die weiterverteilt werden. Ein „Mutausbruch“ verbreitet sich. Wir schenken einander Lichtblicke und spielen kreativ mit dem Thema Mut. Und staunen: So viel Mut überall!

 

siehe unsere Mutpostkarten

 

Im Kirchhof können am Samstag, 2.5.2020, von 10-16 Uhr Blankokarten und Anregungen abgeholt werden.
Fertige Mutkarten können u.a. auch wieder im Kirchhof zum Verschenken an die Wäscheleine gehängt werden…
Alle Generationen sind eingeladen, sich kreativ zu beteiligen. Alle können eigene Ideen dafür entwickeln. Für Kinder gibt es besondere Vorschläge.
Und natürlich dürfen sich alle im Kirchhof eine „Er-Mutigung“ abholen. 

So werden wir füreinander zu Botschafter*innen des neuen Lebens und der Osterhoffnung! Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

Mut in Farbe: Es fängt ganz klein und vorsichtig an. Immer mehr Menschen machen mit. Wir ermutigen uns gegenseitig und stärken uns den Rücken. Es wächst. Und wir mit ihm. Mut eben.
 

 

Außerdem habe ich Ihnen heute wieder einen bunten Blumenstrauß von Texten, Anregungen und Tönen angehängt, die Ihnen Mut machen und uns miteinander in dieser eigentümlichen Zeit unterstützen wollen.

Folgendes finden Sie heute:

Mutausbrüche-Postkarten

 

Tipps für ein gutes familiäres Zusammenleben in dieser anstrengenden, aber immer wieder auch schönen Zeit.
Eine Berliner Freundin und Kollegin erzählt seit der Coronazeit biblische Geschichten auf – wie ich finde – sehr erfrischende und spannende Weise. -Wir haben mit unserer Kinderkirche auch schon mehrere Krippenspiele von ihr aufgeführt.- Sie beginnt ihre Erzählung ganz am Anfang der Bibel mit der Schöpfung. Gerne können Sie sich die Podcasts anhören. Jede Woche kommt eine neue Geschichte dazu: https://www.kirchenkreis-steglitz.de/was-wir-tun/fuer-kinder/bibelpodcast.html


Hier finden Familien Hinweise auf Kindergottesdienste online.


Immer wieder habe ich bei den vergangenen Fernsehgottesdiensten völlig beeindruckt biblische Erzählungen gehört, die von Schauspieler*innen gesprochen wurden. Das war so gut, ich hätte manches Mal gar keine Predigt mehr gebraucht. Hier finden Sie das Hohelied der Liebe, von bekannten Schauspieler*innen beeindruckend und zu Herzen gehend vorgetragen:


https://www.youtube.com/watch?v=WxNNqZDE-EI

Die Musik bringt uns die Osterbotschaft der Auferstehung manchmal emotional viel näher als Worte. Anbei ein musikalischer Ostergruß aus Leipzig. Trotz Abstand grandios gemeinsam musiziert. „Lobet den Herren“ https://www.youtube.com/watch?v=k9FcOfrpzSw
Und wie wunderschön ist der Ausschnitt aus Brahms Symphonie Nr.1, der Hoffnungsgruß, den die Elbphilharmonie in die Welt schickt. https://www.youtube.com/watch?v=o63yb9pAbFw

Wir alle machen ja gerade eine Zeit durch, die der Seele einiges abverlangt. Deshalb ist es besonders wichtig, gut auf sich selbst (und einander) zu achten und sich Gutes zu tun… Ein Spaziergang oder eine Fahrradtour an der frischen Luft und durch unsere schöne Landschaft gehören bestimmt dazu!
Wir haben die siebte Woche, in der wir unsere Gemeindearbeit und das tagtägliche Leben an die Corona-Pandemie anpassen müssen, und ich erlebe zwei gegenläufige Entwicklungen: Auf der einen Seite setzt eine gewisse Gewöhnung an die veränderten Bedingungen ein, und wir kommen irgendwie zurecht damit. Auf der anderen Seite fühlt es sich immer anstrengender an - viele haben Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme oder können sich nur schwer zu Aktivitäten aufraffen… Bitte sind Sie da keineswegs streng mit sich, sondern betrachten diese Aufs und Abs als etwas ganz Normales, ja – als eine gesunde Reaktion der Seele auf ungesunde Zustände. Die Frage, wohin mit Trauer und Wut beantwortet anschaulich Psychologin Susanne Backaus von der Landesstelle der Psychologischen Beratungsstellen unserer Landeskirche in einem Videoclip: https://www.youtube.com/watch?v=pW3EgjaXz2Q&list

 

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Mitmenschen!

Mit dieser österlichen Zuversicht und diesen „Mutmachungen“ grüße ich Sie heute und bitte Sie: Melden Sie sich gerne jederzeit, wenn Ihnen etwas auf dem Herzen liegt oder Sie eine Anregung haben… Auch Hinweise zu möglichen Telefonkontakten nehme ich gerne entgegen und rufe dann dort an. Dieser Brief darf weiterhin gern weitergeleitet werden.

Bleiben Sie behütet und Gott befohlen!

Im Namen des gesamten Kirchengemeinderates

Ihre/Eure

Pfarrerin Petra Schautt


Viele Anregungen und Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.kirche-waldbach-dimbach.de