Das Haus Gottes

Die Waldbacher Kirche ist dem heiligen Kilian geweiht. Auch die Kirchen in Sülzbach und Wüstenrot sowie in Thalheim und Heilbronn tragen seinen Namen. Viele Kirchen am Kocher und an der Jagst tragen ebenfalls diesen Namen. Und in Mainfranken ist die Zahl der Kilianskirchen am größten.

In Würzburg wird jedes Jahr am 8.Juli das Kiliansfest gefeiert, weil der irische Wandermöch Kilian dort im Jahr 689 ermordet worden ist. Er hatte die ehelichen Verhältnisse des Herzogs Gozbert kritisiert, worauf ihn dessen Frau Gailana zusammen mit zwei weiteren Iren, Totnan und Koloman, umbringen ließ. Aber schon im Jahr 752 lies Burchard, der erste Bischof der neu gegründeten Diozese Würzburg, die Gebeine der Ermordeten "zur Ehre der Altäre erheben", was die Heiligsprechung Kilians bedeutete. Seitdem ist Kilian der Schutzpatron des Bistums Würzburg, das in diesen frühen Zeiten bis ins Hohenloher Land reichte.

Waldbach muss im 13.Jahrhundert schon eine bedeutender Pfarrort gewesen sein. Aus einer Stiftungsurkunde vom 5.November 1264, die auch als erste urkundliche Erwähnung des Ortes darstellt, geht hervor, dass Conra, decanus de Waltpach", zugleich Pfarrer Waldbach und Dekan des Weinsberger Kapites war. Die Pfarrei war der Mittelpunkt eines Sprengels, zu dem auch Dimbach, Scheppach, Schwabbach und Siebeneich gehörten.

Unter Dekan Conradius wurde eine Kapelle im frühgotischen Stil errichtet, von der bis zum heutigen Tage noch Chor und Chorraum erhalten blieben. Mit dem Bau begonnen hatte man um 1300 und es ist davon auszugehen, dass die Kirche etwa um 1360 ihre damalig endgültige Form erhielt. Die Grundmauern dieser Kirche wurden 1960/1961 entdeckt und dokumentiert.

Entdecken Sie auf den folgenden Seiten die Schönheit die Kilianskirche Walcbach - mehr als nur ein Haus Gottes

Timo Schumacher