Jubiläumsjahr

Kindergartenjubiläum - 50 Jahre Vertragsunterschrift

Waldbach in den frühen 50er Jahren. Viele Kinder! Und kein Kindergarten im Ort? Das war ein Miss-Stand, dem der damalige Bürgermeister Herr Wörner abhelfen wollte. 1954 lud er deshalb interessierte Einwohner zu einer Versammlung ein, um einen "Verein Kindergarten" zu gründen. Zehn Jahre später konnte der Plan eines Kindergartens umgesetzt werden. Die Baugenehmigung wurde dafür 1964 erteilt und im Mai 1966 wurde Einweihung gefeiert. Das Grundstück und das Gebäude stellte die Kommune und die evangelische Kirchengemeinde übernahm die Trägerschaft. Viele Kinder haben seit dieser Zeit unseren Kindergarten besucht, die inzwischen von einigen Erzieherinnen pädagogisch betreut wurden.

Jahrgang 1981

Der Träger des Kindergartens legte immer großen Wert darauf, dass das Fachpersonal stets nach den neusten Erkenntnissen arbeitete und an regelmäßigen Fortbildungen teilnahm. Kindergarten bedeutet aber nicht nur Gebäude, Verwaltung und Aufwahrung. Für uns ist es ein Ort, an dem die Kinder Beziehungen leben können. Hier lernen sie andere Kinder kennen, knüpfen erste Freundschaften, die oft ein Leben lang halten, erhalten Wertschätzung und Förderung, streiten und lernen Konflikte zu lösen und vieles mehr. Sie lernen den liebevollen Gott auf kindgerechte Weise kennen und erleben Werte, die für unser Zusammenleben so notwendig sind.

Es war und ist uns wichtig, dass sich jedes Kind in seiner Einzigartigkeit bei uns angenommen und geliebt fühlt. Im Rückblick auf unsere Kindergartenzeit erlebten wir immer wieder einmalige Erlebnisse mit Kindern, die uns zum Schmunzeln brachten und unsere Arbeit so liebenswert macht.

z.B. "An einem Wintertag schneite es so heftig und die Kinder freuten sich aufs Schlittenfahren, als ein Mädchen voller Freude sagte: Wenn ich nach Hause komme, probier ich gleich mein Schlitten aus, ob er noch passt."

z.B. Ein Junge kam voller Freude und erzählte: "Morgen gehe ich mit meinem Papa und meiner Mama zum Pferdemarkt. Mein Papa hat mir versprochen, dass wir einen echten Elefanten kaufen, wenn es einen gebrauchten gibt."

z.B. Ein Junge fragte kurz nachdem er in den Kindergarten gekommen war, wann wir essen. Wir sagten ihm, dass er doch jetzt erst gekommen sei und wir erst später vespern. Nachdem er dreimal gefragt hatte, wollten wir wissen, was er den Gutes dabei habe. Darauf antwortete er mit strahlendem Gesicht: "Ein Eis!" Er hatte sich bei "Jäckles" anstatt einer Brezel ein leckeres Eis gekauft.

Solche Erlebnisse erfahren zu dürfen und vieles mehr ist für uns immer wieder eine Freude und macht unsere Arbeit mit Kindern so wertvoll. Was vor 50 Jahren geplant wurde und heute täglich gelebte Wirklichkeit ist, wollen wir gemeinsam feiern! Herzliche Einladung dazu!!!

Am 18. Oktober 2014

Heide Wolf und Renate Pölzer