Zum Serenaden-Konzert am 04. Juli in Bitzfeld


Hätten wir nicht Lust, unser jährliches Konzert einmal im Sommer statt in der Adventszeit zu machen? Die beiden Kirchenchöre Bitzfeld und Waldbach unter ihren Chorleitern Irmgard Wolfmeyer und Marc Bohnacker entschieden sich, das Wagnis einzugehen und sich in die Perlenkette der vielen sommerlichen Feste und Veranstaltungen einzureihen. Am 04. Juli 2015 fand das Serenadenkonzert der beiden Chöre in der Bitzfelder Laurentiuskirche statt, am 05.07.2015 gab es einen wunderschönen Nachklang im Gottesdienst in der Waldbacher Kilianskirche.

Eröffnet wurde der Abend mit "The Golden Sonata" von Henry Purcell für drei Streichinstrumente und Basso Continuo, gespielt vom Waldbacher-Quartett. Niemand weiß, woher der Name der Triosonate kommt, aber in unseren Ohren klingt Purcells Musik tatsächlich wie pures Gold und dieser "Orpheus Britannicus" war ohne Zweifel einer der größten Komponisten des Barock und der größte, den England hervorgebracht hat, in der Bedeutung, Fülle und Vielseitigkeit seines einem allzu kurzen Lebens abgewonnenen Werkes Mozart vergleichbar (wie es im Kammermusikführer heißt).

Und nun bestand für die Chöre die sommerliche Gelegenheit, ein Programm mit vorwiegend "weltlichen" Liedern und Madrigalen zu gestalten. Es war eine Lust, zu singen und vielleicht ist der Funke ein paar Mal auf die Zuhörer übergesprungen. Thematischer Schwerpunkt und musikalischer Höhepunkt waren das Leben und die Vertonungen von Texten des Dichters Matthias Claudius (in diesem Jahr jährt sich der Todestag des "Wandsbecker Boten" zum 200. Mal) und hier sein Lied "Der Mond ist aufgegangen" in vier verschiedenen Fassungen, aber auch sein Gedicht "Täglich zu singen", Dokument eines dankbar und selbtbewußt gelingenden Lebens. Vielleicht hören Sie, lieber Leser, diese Aufforderung für sich: Montags singen wir im Chor, je länger je lieber, das tut uns gut und hält gesund an Leib und Seele. Hätten Sie nicht Lust, mitzusingen? (Montags um 20 Uhr in der Pfarrscheuer)

Gerold Rieker